FC Wolhusen – FC Grosswangen-Ettiswil 2:0 (1:0)
3. Liga, Gruppe 3
Di. 25.04.2023, 20.00 Uhr
Blindei, Wolhusen
100 Zuschauer
Von Kurt Schöpfer
Waren zu Beginn beide Teams bemüht dem Gegner nicht ins offene Messer zu rennen, geriet der Leader Grosswangen Ettiswil, in einer Partie mit viel Kick and Rush, mit dem Regen in die Traufe. Die nassen und garstigen Verhältnisse kamen den Platzherren eher entgegen. Dabei erwiesen sich die Brunner Brothers als das Zünglein an der Waage. Erst köpfte Daniel Brunner die Wolhuser in Führung (35.) ehe Alain Brunner Mitte des zweiten Spielabschnittes für die Entscheidung sorgte. Sie zogen mit ihren Toren dem Leader Grosswangen Ettiswil die Zähne, welche aber mit den Ausfällen von Goalgetter Noel Luca Luternauer (14 Saisontore) wegen Handbruchs und dem WK Abwesenden Jamie Vemba (Ex Wolhusen) schon dezimiert und zahnloser antreten mussten. Wolhusen zieht mit diesem Sieg für einen Moment den Kopf im Kampf um den Abstieg etwas aus der Schlinge.
Bevor der Regen kam
Zu Beginn der Partie waren schon dunkle Wolken (symbolisch für die Lage vom FC Wolhusen) am Abendhimmel zu erkennen, welche den nahenden Regen ankündigten. Beide Teams waren in den Startminuten bedacht, ja nicht dem Kontrahenten ins offene Messer zu rennen. So dauerte es bis zur 8. Spielminute ehe sich Alain Brunner die erste Nennenswerte Chance bot. Wenig später setze der Regen ein und öffnete damit dem Mister Zufall Tür und Tore. Am besten mit den garstigen Verhältnissen kamen die Platzherren zu recht. Mit Ablauf der Startviertelstunde prüfte erneut Alain Brunner den Gäste Keeper Andre Memaj, welcher den Schuss sicher parierte. In der 18. Minute scheiterte Remo Zeder an den Reflexen von David Wicki, welcher die seinen Lauthals aufforderte die Defensivarbeit nicht zu vernachlässigen. Auf Grund der Verhältnisse und der Feldgrösse war in der Folge viel Kick an Rush zu sehen. Mit Ablauf der ersten halben Spielstunde verzeichneten die Gäste zwei Eckbälle in Folge. Bei diesen Aktionen wurden die Aktivposten der vergangenen Partien, Jamie Vemba und Noel Luca Luternauer auch optisch vermisst. Wolhusen welches in jüngster Zeit drei Auswärtspartien in Folge bestreiten musste, welche alle samt verloren gingen, präsentierte sich bei dieser Nachholpartie wesentlich kämpferischer und bissiger.
Eckball – Kopfball – Tor
Dass sich die Einheimischen wesentlich bissiger zeigten bewies die Aktion in der 35. Minute, als Gästetorwart Andre Memaj in Extremis gegen Dario Marti zur Ecke klärte. Die Eckballflanke von Jonas Wicki auf den hinteren Pfosten gezogen fand das Haupt des um beinahe ein Stockwerk höher springenden Daniel Brunner, welcher gekonnt zur viel umjubelten 1:0 Führung einnickte. Der Vorsprung verlieh den Wolhusern Flügel, während diese den Gästen durch den verletzungsbedingten Ausfall von Albion Ajdini weiter gestutzt wurden. Es lag an der guten Defensivarbeit der beiden Akteure, dass sich bis zur Seitenwende nicht mehr dramatisches ereignete. Die Zuschauerinnen und Zuschauer waren jedenfalls gleichermassen froh für einen Moment das wärmende Clubhaus aufsuchen zu können.
Leader Grosswangen versuchte zu reagieren
Kaum aus den Katakomben bot sich den Gästen im Anschluss an eine Ecke eine erste Ausgleichschance. Diese wurde verpasst und so stellten sich die Hausherren sofort wieder auf das Spiel des Favoriten ein. Dies veranlasste den Ex Wolhusen-Trainer Pipo Diethelm in der 54. Minute, gleich zu einem dreifachen Wechsel. Die Umstellungen brachten aber eher Vorteile für die Einheimischen. Um die Spielstunde klärte sich die aufkommende Frage vor dem Gästetor, wegen dem von der Lattenunterkannte vor oder hinter die Linie gesprungenen Balls, in dem der Unparteiische die Aktion wegen einer Abseitsstellung entschärfte. Optisch waren die Platzherren jetzt vermehrt am Drücker. Eine zu weit gezogene Rechtsflanke von Jonas Wicki verdeutlichte aber das Chancenplus von Wolhusen. Diese Verunsicherung bei den Gästen war Ausschlaggeben zum Führungsausbau. Als in der 65. Minute Aktivposten Yanick Zurkirchen einen Freistossball aus dem linken Mittelfeld Richtung Gästetor zog, schien niemand dafür verantwortlich. Selbst der bis dato sichere Schlussmann schätze die Situation falsch ein und Alain Brunner nutzt die Gunst der Stunde und verwertete zum 2:0. Die Reaktion des Leaders blieb ohne Erfolg, wie der Abschlussversuch von Lukas Häfliger, welcher auf der Aussennetzseite zappelte. In der Folge blieben die Gäste zwar bemüht am Resultat was zu ändern, scheiterten aber Öfters an den aufopfernd kämpfenden Wolhusern, wie kurz vor Schluss als Pascal Gjonaj an der vielbeinigen Abwehr scheiterte. Zudem waren die Schüsse aus der Distanz zu hoch angesetzt um Torwart David Wicki in Bedrängnis zu bringen. Die letzte Nennenswerte Chance vergab Nicolas Zemp welcher tief in der Nachspielzeit noch für einen deutlicheren Sieg hätte sorgen können. Dies wäre des Guten wohl ehr zu viel gewesen. Den Wolhusern waren am Schluss die drei Punkte das Wichtigste auf der Mission Impossible.
Wer muss die Koffer packen?
Am kommenden Samstagabend 18.00 Uhr kommt es für Wolhusen auf der Blindei, zum direkt Duell, gegen die Seesterne aus Nottwil, wo es um sein oder nicht sein geht. Wer in diesem Duell Punkte verliert wird wohl die Koffern Richtung vierte Liga packen müssen. Grosswangen Ettiswil hat es immer noch in seinen Händen die Aufstiegsspiele zu erreichen. Am gleichen Abend gastieren sie bei Sursee um 19.00 Uhr auf der Schlottermilch und versuchen nach zwei Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zu finden.
Tore:
35. 1:0 Daniel Brunner
65. 2:0 Alain Brunner
FC Wolhusen:
David Wicki, Cyrill Marbacher, Roland Burri, Adrian Brunner, Joel Hänsli, Yanick Zurkirchen, Daniel Brunner, Levin Studer, Jonas Wicki, Dario Marti, Alain Brunner
FC Grosswangen-Ettiswil:
Andre Memaj, Florian Goller, Elias Wälti, Nevio Inäbnit, Marvin Wirz, Pirmin Vonwyl, Cyrill Gehrig, Albion Ajdini (37. Lukas Häfliger), Remo Zeder, Valbon Neziri, Tobias Müller


