3. Liga
Ruswil mit starker Reprise zum Sieg

Von Kurt Schöpfer

Nach Torlos verlaufener erster Halbzeit, schalteten die Gastgeber einen Gang höher. Mit dem Treffer von Lars Lötscher in der 56. Minute, stellten die Ruswiler via linken Pfosten die Weichen Richtung Sieg. Den Ausschluss von Simon Schäfer und die nummerische Überzahl vermochten zu hektisch agierende Gäste nicht zu nutzen und kassierten im Konterspiel nochmals zwei Treffer zum deutlichen Sieg der Rottaler. Diese marschieren nach dem dritten Sieg in Folge munter Richtung Aufstiegsplätze.

Vor beachtlicher Zuschauerkulisse traten beide Teams, abgesehen von Verletzungsbedingten Absenzen, in bestmöglicher Formation an. Die Platzherren versuchten in dieser Nachtragspartie rasch das Zepter der Partie in die Hände zu nehmen. Gast Wolhusen präsentierte sich aber gegenüber der Heimniederlage gegen Schötz wesentlich „Kampfbereiter“ und gedanklich präsenter. Man spürte förmlich den Derbycharakter, was die Zuschauer mit einigem raunen, bei diversen Aktionen, auch Akustisch von sich gaben. Geschenke gab es eigentlich keine bis zu einem verunglückten Abspiel von Torwart David Wicki. Die verdutzten Ruswiler gaben das Geschenk wohlwollend zurück und schon war die Geschichte der ersten Halbzeit passé.

Lars Lötscher via Pfosten ins Glück
Beide Teams knüpften fast Nahtlos an den Auftritt der ersten Halbzeit an. Die Zweikämpfe wurden Intensiver und so unterband der Unparteiische die Aktion mit der gelben Karte an die Adresse von Simon Schäfer (50.). Je länger je mehr setzten sich die Platzherren vor dem Wolhusertor fest. Logische Folge die Ruswiler Führung durch Lars Lötscher (56.). Der rechte Aussenläufer hatte für einmal das Torgehäuse genau ausgemessen und traf mit seinem Rechtsschuss, von der rechten Strafraumecke, via linken Torpfosten zur umjubelten 1:0 Führung der Rottaler. Der Bann war gebrochen und die ersehnte Führung bewerkstelligt. Gast Wolhusen versuchte zu reagieren, aber ausser gelber Karten gelang ihnen wenig, hatte aber zur Folge, dass die Intervention von Simon Schäfer dessen zweite Gelbe Karte nach sich zog und so die Ruswiler ab der 60. Minute zu zehnt spielen mussten.

Thierry Stadelmann mit Tor-Kopie
Statt in Ruhe die neue Spielkonstellation zu analysieren, wirkten die Aktionen der Gäste viel zu hektisch. Dies ermöglichte den Platzherren die nummerische Unterzahl locker zu kompensieren und Setzten mit ihren Gegenstössen immer wieder Akzente. Einen herben Schlag im Bemühen auf den Ausgleich erlitten die Wolhuser als ihr Kapitän Alain Brunner, verletzungsbedingt in der 65. Minute die Segel streichen musste. Ruswil nutze die Umstellungen im Team der Gäste und erholte sich von dessen Angriffsbemühungen. Der auf diese Rückrunde zu den Rottalern gestossene Thierry Stadelmann gab eine Kostprobe seines Könnens und traf in der 67. Spielminute mit einer „Tor“ Kopie zur 2:0 Führung. Er traf dabei fast Millimetergenau die Stelle, am linken Pfosten, welche den Ball schon beim Führungstreffer im Netz zappeln liess. Die Aufgabe für die Gäste aus Wolhusen gestalte sich nun noch unangenehmer. Trotz Überzahl vermochten sie den letzten Pass nicht zu spielen um Torwart Oliver Gassler in Bedrängnis zu bringen. Mit klaren Interventionen pflückte er sich die Bälle oder bugsierte sie mit den Fäusten aus der Gefahrenzone. Mit weiteren Umstellungen versuchten die Wolhuser ein geeignetes Mittel zu finden, blieben aber bei ihren Bemühungen an der vielbeinigen Abwehr der Rottaler hängen. Für den endgültigen Gnadenstoss der Partie sorgte Youngster Tim Steffen, welcher eine mustergültige Hereingabe von Thierry Stadelmann zum 3:0 in der 89. Minute, im Gästetor unterbrachte. Der über rechts durchgebrochene Stadelmann schob den Ball uneigennützig zum ausgezeichnet postierten Kollegen im Rückraum in dessen Füsse. Zum Drittenmal trafen die Rottaler an diesem Abend via den linken Torpfosten ins Glück. Ob da eine „Gedenktafel“ montiert wird entzieht sich den Kenntnissen, den wenig später setzte der Unparteiische Sebastian Pepaj dem Derby ein Ende.

Wegweisende Partien
Während die Rottaler heute Freitagabend ins Wiggertal zum FC Schötz reisen und dort weiter Richtung Aufstiegsplätze marschieren wollen, gastieren die Wolhuser am Sonntag in Sursee auf der Schlottermilch. Nach zwei Niederlagen in Serie müssen die Gäste vom Emmenknie aufpassen nicht ins „schlottern“ und dadurch in eine unangenehme „Abwärtsspirale“ zu kommen.

FC Ruswil - FC Wolhusen 3:0 (0:0)

Dienstag, 10. April 2018, 20.00 Uhr
Schützenberg, Ruswil
300 Zuschauer

Tore

56. 1:0 Lars Lötscher

67. 2:0 Thierry Stadelmann

89. 3:0 Tim Steffen

FC Wolhusen

David Wicki, Livio Imfeld, Roland Burri, Michael Wirz, Adrian Brunner (81. Angelo Zimmermann), Daniel Brunner, Dario Marti, Nikson Tomaj, Alain Brunner (65. Marc Niederberger), Kevin Küng (86. Dominik Röösli), Jonas Wicki (86. Oliver Röösli)

FC Ruswil

Oliver Gassler, Moreno Sieber, Simon Schäfer, Luca Reichmuth, Joel Günter (76. David Simon), Michael Käch, Tim Steffen, Heinrich Meier, Lars Lötscher, Thierry Stadelmann, Fabian Florin (90. Lars Groenendijk)