3. Liga
Happy End mit Schmerzen

Von Kurt Schöpfer

In einer typischen Kehraus-Partie fielen die Tore teilweise wie reife Früchte und für Spielertrainer Heinz Schumacher ein Spiel mit schmerzlichem Happy End. Nach einem frühen Knockout kehrte er zur Reprise aufs Spielfeld zurück und krönte seine sechs tollen Jahre in Wolhusen mit einem Tor zum Abschied. Matchwinner war Alain Brunner, welcher mit einem Traumfreistoss und dem Hattrick die Niederlage der Gäste aus dem Seetal besiegelte. Obwohl das Team von Mesut Gündem einige Möglichkeiten besass um dem Spiel einen andren, möglichen Ausgang zu geben. Unter grossem Beifall verabschiedete sich auf Wolhuserseite neben Heinz Schumacher auch Ernst Heer, welcher ähnlich Lange das Trikot der Wolhuserfarben überstreifte. Herzlichen Dank.

Im Vorfeld der Partie wurden mit den entsprechenden Laudationen die beiden Akteure Heinz Schumacher und Ernst Heer aus dem Team der ersten Mannschaft vom FC Wolhusen verabschiedet. Wenig später gab Schiedsrichter Dominik Bossert aus Giswil die Partie frei. Bevor man sich die „geile Zeit mit Heinz“ wie sie auf einem „Transparent“ der Spieler der ersten Mannschaft verdankt wurde, Revue passieren lassen konnte, lag der Spielertrainer mit einem Knockout auf dem wunderbaren „Grün“ der Sportanlage Blindei. Mit einem Brummschädel auf wackeligen Beinen wurde der Akteur in die Kabine geleitet. War dies das vorzeitige, schmerzhafte Ende, der Tätigkeit von Trainer Heinz Schumacher? Jedenfalls stand der Schock noch in den Knochen und so verpasste Ernst Heer in der Startphase eine mögliche Führung, wie wenig später Angelo Zimmermann, als er an Torwart Lopez scheiterte (12.) Die Animierte Partie lancierte der bestens gelaunte Alain Brunner mit seinem Tor in der 20. Minute. Vehement setzte er sich am Strafraum durch und erzielte die Wolhuserführung in der weiteren Torecke. Die Führung schien die Gastgeber jedoch eher zu belasten als zu befreien. Die Seetaler indes versuchten in diese Verunsicherung in der Wolhuser Abwehr den Ausgleich zu bewerkstelligen. So scheiterte Tomasulo aus Abseitsverdächtiger Position (23.), Sandro Frischkopf, Nomen ist Omen per Kopf (24.) und zweimal der wirblige Ramon Weibel (25. + 26.) knapp am Tor von David Wicki. Da kam die Trinkpause, bei ungewohnten, Hochsommerlichen Temperaturen gerade Richtig. Ab diesem Zeitpunkt glich sich die Animierte Partie wieder aus. Emmenseitig im Strafraum angespielt, setzte sich Angelo Zimmermann erfolgreich durch, zog ab und bewerkstelligte das überraschende 2:0 (35.) Wer nun dachte, dies würde nun ein Selbstläufer sah sich getäuscht. Plötzlich brannte es wieder Lichterloh im Wolhuser Abwehrzentrum. Donato Tomasulo liess sich nicht zweimal bitten und er zielte den verdienten Anschlusstreffer. Glücklicherweise vermochten die Platzherren nochmals zu reagieren. Alain Brunner verwertete die Eckballhereingabe von Angelo Zimmermann per Kopf zur 3:1 Pausenführung.

Rückkehr mit Tor gekrönt
Mit einem heftigen Brummschädel kehrte zu Beginn der Reprise Spielertrainer Heinz Schumacher auf das Spielfeld zurück. Es waren erst eine Handvoll Zeigerumdrehungen gespielt, als Heinz sich in seiner kämpferischen Art im Mittelfeld den nötigen Raum verschaffte und mit seinem platzierten Schuss das 4:1 erzielte. Jeder mochte dem stetigen „Einzelkämpfer“ diesen Treffer zum Abschied mit den Wolhusern von Herzen gönnen. Wer nun dachte dies sei eine Vorentscheidung sah sich nach dem Abseitsverdächtigen Treffer von Roger Zimmermann eines besseren belehrt. Die Gastgeber mussten um die Spielstunde höllisch aufpassen um dem Team von Mesut Gündem nicht einen weiteren Gegentreffer zugestehen zu müssen.

Freistoss zappelte im rechten Lattenkreuz
Just in diese heikle Phase durfte Alain Brunner einen Freistoss am Halbkreis vor dem Tor ausführen. Mit einem wunderbaren Schlenzer um die Gästeabwehr zirkelte er den Ball unhaltbar für Torwart Lopez in den rechten Winkel. Mitdiesem Traumtor krönte Alain Brunner seine tolle Leistung und erzielte das 5:2 in der 65. Minute. Wenige Augenblicke später verpasste Roland Burri den Sack der Partie endgültig zu schnüren, als er seinen platzierten Schuss vom rechten Pfosten abprallen sah. Die anschliessende Trinkpause liess die Kontrahenten nochmals die Positionen auf dem Spielfeld neu ordnen. Die Würfel der Punkteverteilung waren gefallen und so nutzten die Einheimischen den beiden Scheidenden Akteuren sich unter grossem Applaus von der Fussballbühne Wolhusen zu verabschieden. Der sehr gute Schiedsrichter Dominik Bossert war stets Herr der Lage und musste in diesem sehr offen geführten Match kein einziges Mal in die Brusttasche greifen um einen Spieler zu verwarnen. Die Kehrauspartie in welcher es nur noch um die Rangierung zwischen Platz sieben bis zehn ging, fand mit dem Schlusspfiff der Saison 2016/2017 doch noch ein versöhnliches Ende für die Blindei-Elf.

FC Wolhusen - FC Hitzkirch 5:2 (3:1)

Samstag, 10. Juni 2017, 18.00 Uhr
Blindei, Wolhusen
120 Zuschauer

Tore

20. 1:0 Alain Brunner

35. 2:0 Angelo Zimmermann

40. 2:1 Donato Tomasulo

43. 3:1 Alain Brunne

50. 4:1 Heinz Schumacher

56. 4:2 Roger Zimmermann

65. 5:2 Alain Brunner

FC Wolhusen

David Wicki, Roland Burri, Adrian Bachmann, Ernst Heer, Heinz Schumacher, Daniel Brunner, Alain Brunner, Reto Wicki, Angelo Zimmermann, Oliver Röösli, Jonas Wicki, (Patrick Zurkirchen, Nikson Tomaj, Elias Häfliger, Christoph Wicki)

FC Hitzkirch

Teixeiria Fabio Lopez, Thomas Meier, Flavian Bucher, Roger Zimmermann, Patrik Moura Dos Santos, Fabian Trottmann, Sandro Frischkopf, Colin Moos, Nico Bucher, Donato Tomasulo, Roman Weibel (Tom Kollaku, Patrick Herzog, Nermin Badic, Yanik Stöckli)

Rush von Reto Wicki
Reto Wicki im Zweikampf mit Roger Zimmermann
Alain Brunner setzt sich durch und erzielt wenig später das erste Tor
Alain Brunner zieht ab und trifft zur Führung
Raphael Wyss, Heinz Schumacher, Ernst Heer, Bruno Nietlispach
Danke Heinz!