3. Liga
Sempach setzt sich auf Leaderthron

Von Kurt Schöpfer

Gastgeber Sempach welcher sich zurzeit in einem Dreikampf um die Aufstiegsplätze befindet gab sich gegen die Gäste aus Wolhusen keine Blösse. Sie siegten aufgrund der grösseren Cleverness nicht unverdient mit 3:0. Dabei hätten die Gäste bei besserer Chancenauswertung durchaus ein Spielverderber sein können. So läuft nun viel auf den Showdown mit Entlebuch in der letzten Meisterschaftspartie hinaus.

Die Affiche zwischen Gastgeber Sempach und dem FC Wolhusen versprach einiges an Brisanz. Das Team von Markus Koch war zum Siegen verurteilt, wollte man sich im Kampf um die Aufstiegsplätze nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Die beiden andren Kontrahenten, Leader Schötz und Entlebuch versuchten selbiges. Die Seelandelf wusste, dass sich die Gäste vor Wochenfrist mit dem Sieg über Schüpfheim definitiv den Ligaerhalt gesichert haben. Ein befreit aufspielendes Team ist in dieser Phase der Meisterschaft nicht zu unterschätzen. Viel spielt sich da im Kopf der Antipoden ab. Die Koch-Elf begann die Partie deshalb mit der nötigen Vorsicht, zeigte aber, dass nicht umsonst fast doppelt so viele Meisterschaftspunkte auf das Konto eingeheimst haben. Die Partie in der Vorrunde war jedenfalls umstritten und nur mit dem knappsten Siegesresultat zu Gunsten der Platzherren ausgegangen. Einziger Torschütze war da Matthias Schnyder, welcher sich nach dem grippalen Infekt wieder zurück meldete. Genau dieser Spieler zeichnete sich für die Führung verantwortlich. In der 28. Minute liessen sich die Gäste mit einem Einwurf, auf der rechten Seite, übertölpeln und den klug zur Mitte zurückgelegten Pass versenkte Sempach’s Torgarant Matthias, nein nicht Sempach, sondern Schnyder für Sempach zum 1:0 im Tor der Wolhuser. Die Partie hatte nichts mit dem Kantonalen „Schwingfest“ zu tun und so musste der umsichtige Schiedsrichter keine einzige Verwarnung während der ganzen Partie aussprechen. Mit der knappen Führung der Seelandelf liess er die Akteure die Kabinen aufsuchen.

Entscheidender Reprisen Start
Obwohl die Gäste in Punkto Einsatzbereitschaft nicht abfielen, spürte man doch das Quäntchen fehlende Aufmerksamkeit in Entscheidenden Situationen. Die Bereitschaft bis in die Haaresspitze konzentriert zu sein, blieb bei den Wolhusern ab und zu auf der Strecke. So liessen sich die Gäste nur wenige Zeigerumdrehungen nach Freigabe zur zweiten Halbzeit erwischen. Erneut unterstrich Matthias Schnyder mit seinem zweiten Tor seine Goalgetter-Qualitäten und erhöhte bereits in der 48. Spielminute auf 2:0. Von nun an durften sich die Platzherren auf einer gesicherten Führung ausruhen. Dieses durfte Sempachs Torwart Raphael Helfenstein aber nicht von sich behaupten. Mit einigen tollen Paraden verhinderte er im Verlaufe der zweiten Halbzeit, einige Male den Anschlusstreffer der Schumacher Elf. Auf einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten muss sich ein Team verlassen können um im Kampf um die Aufstiegsplätze gerüstet zu sein. Dass die Sempacher zudem über die beste Offensive verfügen, davon konnte man sich nach Ablauf einer Spielstunde überzeugen lassen. Der Aufmerksame Adrian Schnider sah den zu kurz geratenen Kopfballrückpass auf Torwart David Wicki. Blitzschnell schaltete er sich dazwischen und Skorte zum 3:0 (61.) Ab diesem Zeitpunkt waren die Punkte verteilt, obwohl beide Teams versuchten am Resultat noch was zu ändern. Gelingen wollte es hüben wie drüben nicht mehr.

Brisante Schlussphase mit Derbys
Nach rund siebenjähriger Präsenz in der 1. Mannschaft des FC Wolhusen verabschiedete sich Fabian Marti auf spezielle Art beim Heimpublikum. (Er fehlt beim letzten Heimspiel auf Grund einer Hochzeit) Der nun im Heizungs- und Sanitärgeschäft seines Vaters vermehrt die Führungsrolle übernehmende „Kumpel der Mannschaft“ stand wie so oft mit dem „Riecher des Stürmers“ am richtigen Ort. Er bekundete keine Mühe die überraschende Finte von Roland Burri, welcher ihm den Ball vor das Leerstehende Tor servierte, ein letztes Mal zu einem Doppelpack zu verwerten. Damit krönte Fabian seinen meist hundertprozentigen Einsatz um die fehlende Körpergrösse im Sturmzentrum zu kompensieren. Das Tor zum 5:1 (87.) wiederspiegelte jedoch nicht das gezeigte auf dem Rasen. Verdeutlicht aber wiederum die These, dass wenn man im Sumpf der Tabelle steckt (Schüpfheim), es schwer ist sich daraus zu befreien. Wolhusen fielen die Tore zu wie reife Früchte und hat sich mit diesem Sieg nun endgültig den Ligaerhalt gesichert. Unbeschwert können die letzten drei Meisterschaftsspiele angegangen werden.

Showdown mit Schützenhilfe?
Am kommenden Wochenende spielt das siegreiche Sempach das See-Derby gegen den FC Sursee, während Wolhusen zum andren Aufstiegskontrahenten Entlebuch auf den Farbschachen reist. Dieses Derby wird bereits am Freitagabend um 20.00 Uhr ausgetragen. Am letzten Spieltag kommt es dann direkt zur Begegnung zwischen Sempach und Entlebuch. Ob Wolhusen dabei das Zünglein an der Waage spielt?

FC Sempach - FC Wolhusen 3:0 (1:0)

Samstag, 20. Mai 2017, 18.00 Uhr
Seeland, Sempach
150 Zuschauer

Tore

28. 1:0 Matthias Schnyder

48. 2:0 Matthias Schnyder

61. 3:0 Adrian Schnider

FC Wolhusen

David Wicki, Claudio Imfeld, Roland Burri, Daniel Brunner, Adrian Bachmann, Heinz Schumacher, Alain Brunner, Jonas Wicki, Nikson Tomaj, Fabian Marti, Oliver Röösli, (Reto Wicki, Patrick Zurkirchen, Elias Häfliger, Angelo Zimmermann)

FC Sempach

: Raphael Helfenstein, Sharon Trüssel, Elvis Velic, Simon Eberle, Pascal Furrer, Kevin Schnider, Roger Amrein, Yanick Fölmli, Luca Müller, Adrian Schnider, Matthias Schnyder, (Sean Nicola Stadelmann, Patrick Stirnimann, Silvan Salihi, Joel Müller, Jonas Zust)