3. Liga
Schötz grüsst von Tabellenspitze

Von Kurt Schöpfer

In diesem Spitzenkampf besassen die Gäste aus dem Wiggertal zu Beginn mehr Feldanteile, die ersten Chancen besassen jedoch die Wolhuser. Das Blatt wendete mit Ablauf der halben Spielstunde. Innert sieben Minuten entpuppten sich die Schötzer als Leader. Durch die Tore von Liberat Gashi und Luca Frey war das Heu schon zur Pause geführt. In der Reprise musste Schötz nicht mehr und Wolhusen konnte nicht mehr. Der Schlusspfiff vom guten Schiedsrichter Paul Kaufmann bestätigte amtlich die Tabellenführung der Wiggertaler.

Dass es bereits in der dritten Meisterschaftsrunde auf der Wolhuser Blindei zu einem Spiel um die Tabellenspitze ging, davon durften besonders die Gastgeber während der verpatzen Vorbereitungsphase nicht davon ausgehen. Vom Anpfiff an schien diese Ausgangslage die Einheimischen eher zu hemmen als zu beflügeln. Dafür kamen die Wiggertaler aus Schötz vermehrt über die „Fügel“ und versuchten die zu weit von den Akteuren stehenden Wolhuser Abwehrleute zu überlaufen. Besonders Fabio Ruschti preschte immer wieder über die linke Seite nach vorne. Die beste Chance besass mit Ablauf der Startviertelstunde Fabian Marti, dessen Flachschuss zischte jedoch um wenige Zentimeter, am linke Torpfosten vorbei, ohne dass Torwart Michael Lötscher eingreifen konnte. Erst jetzt besass das Team von Trainer Daniel Bossert die erste Nennenswerte Toraktion durch Leonard Gashi, welche jedoch mit einem Abseitspfiff unterbunden wurde. (19.) Man hoffte aus Wolhusersicht, dass ein Konter der Schumacher Elf wenigsten die Führung bringen könnte. Diese verpasste Daniel Brunner nach seinem Vorstoss in der 24. Minute durch einen zu wenig energischen Abschluss oder verpasste er das gesuchte Zuspiel? Die Wolhuserabwehr spielte ein gefährliches Spiel mit dem Feuer „Abseits“. Man fragte sich je länger je mehr ob dies nur gut gehen kann? Mit Ablauf der ersten halben Spielstunde war es geschehen. Unüblicher Art und Weise preschten diesmal die Wiggertaler über rechts nach vorne. Kapitän Manuel Roth bediente mit einem Pass Liberat Gashi, welcher seinen direkten Gegenspieler düpierte und mit einem Lobball aus der rechten Strafraumseite Martin Amhof im Wolhusertor überlistete. (0:1 31.) Die Führung beflügelte die Wiggertaler nun vollends. Nur rund sieben Minuten später nutze Luca Frey die Gunst der Stunde und versenkte das Leder zum 0:2 im Wolhuser Gehäuse, während dessen Bewacher im Halbkreis vor dem Strafraum den letzten Sommerabend zu geniessen schien. In dieser Spielphase musste um das „Kartenhäuschen“ der Wolhuser Spielkultur gebangt werden. Die heftige Intervention von Daniel Brunner im eigenen Strafraum mit dem Schötzer Angreifer taxierte Schiedsrichter Paul Kaufmann, zum Unverständnis der Zuschauer mit einem Strafstoss. Auf Grund der längeren Pflegephase am Wolhuser Abwehrspieler, durfte dieser erst Minuten später ausgeführt werden. Anscheinend war die Pause zu lange für den Schützen Leke Dushi? Zwar versetzte er Torwart Martin Amhof und liess diesen in die falsche Ecke hechten, selber verpasste er das zu zweidritteln offen stehende Tor und setzte den Ball rechts neben den Pfosten. Es schien als wäre dies die ausgleichende Gerechtigkeit zu sein und liess so den Einheimischen wenigstens eine geringe Chance im zweiten Spielabschnitt das Blatt noch wenden?

Schötz musste nicht und Wolhusen konnte nicht mehr
Die Geschichte der zweiten Halbzeit war schnell geschrieben. Aus Sicht der Gäste war das „Heu“ schon im ersten Spielabschnitt im Schober. Für den Glücklos agierenden Martin Amhof übernahm David Wicki den Part zwischen den Pfosten. Dieser zeichnete sich im Verlaufe der Reprise einmal aus, als er das dritte Tor der Gäste auf Mirakulöse weise verhinderte. Auf der Gegenseite verpassten die Platzherren durch den Lattenkopfball von Nikson Tomaj (62.) dem Spiel eine entscheidende Wende zu geben. Zu wenige Akzente vermochten die Angreifer zu kreieren um was Zählbares daraus zu machen. Das Team von Trainer Daniel Bossart musste nicht mehr tun, als die Führung souverän zu verteidigen. Wolhusen konnte im Verlaufe der Partie keine grösseren Chancen erzwingen und mit der Zeit schwammen ihnen die Punkte davon wie der Schweiss auf der Stirne. Der Schlusspfiff besiegelte die Niederlage der Blindei Elf und hievte Kontrahent Schötz endgültig auf den Leader-Thron.

Der schwere Gang auf die Schlottermilch
Für die Wolhuser welche, wie im Frühling, die „Milch“ im Spiel gegen Schötz erneut lassen mussten, werden am kommenden Samstag auswärts beim FC Sursee beweisen müssen, ob dies eher ein Ausrutscher war? Oder kommen die Abwehrleute auf der „Schlottermilch“ erneut durch die Stürmer ins „Schlottern“? Die Partie in Sursee wird für das Team von Heinz Schumacher und Coach Matthias Bürkli wegweisend werden. In welche Richtung wird sich der Platz im Mittelfeld nun bewegen?

FC Wolhusen - FC Schötz II 0:2 (0:2)

Samstag, 3. September 2016, 18.00 Uhr
Sportplatz Blindei, Wolhusen
100 Zuschauer

Tore

31. 0:1 Liberat Gashi,

38. 0:2 Luca Frey

FC Wolhusen

Martin Amhof (46. David Wicki), Jonas Wicki, Reto Wicki, Daniel Brunner, Heinz Schumacher, Adrian Bachmann, Roland Burri, Alain Brunner, Fabian Marti, Nikson Tomaj, (Elias Häfliger, Angelo Zimmermann, Patrick Zurkirchen, Ernst Heer)

FC Schötz II

Michael Lötscher, Arbonor Arifi, Elia Lustenberger, Yannick Bühler, Leke Dushi, Martin Albisser, Manuel Roth, Liberat Gashi, Fabio Rutschi, Luca Frey, Leonard Gashi,(Lukas Bigler, Endrit Rexhepi, Michael Erni, Raul Pirvu, David Bieri)

Luca Frey enteilt Nikson Tomaj Alain Brunner
Der Schötzer Liberat Gashi lupft den Ball über Heinz Schumacher
Der Ball von Fabio Rutschi segelt gefährlich durch den Strafraum
Das zweite Schötzer Tor durch Luca Frey