IFV-Cup
Konter entschied Partie in Schlussphase

Von Kurt Schöpfer

Die eher mässige Partie lebte mehrheitlich von der Spannung, in der ein Klassenunterschied nicht erkennbar war. Die Gäste verpassten nach der Führung den Sack zu schnüren und setzten das Runde zweimal an, statt ins Eckige. Die Platzherren wendeten mit der Platzhälfte auch das Spiel und siegten am Schluss durch die Tore von Cedric Staffelbach und Mike Iskandar nicht unverdient.

Die mit Spannung erwartete Partie zwischen der gastgebenden Stämpfel-Elf und den Gästen vom Emmenknie versprach einiges an Brisanz. Obwohl die Gastgeber in der vergangenen Saison den Abstieg hinnehmen mussten waren die beiden letzten Partien jeweils auf Augenhöhe. Mit dem Elan als Platzherren aufzutreten bestimmten die Einheimischen die ersten Spielminuten, wobei sich für beide Torwarte ein eher geruhsamer Abend abzeichnete. Die beiden Teams agierten vor den Gehäusen eher harmlos und verzettelten sich in Aktionen ohne klare Torchancen. Mit der Zeit ergriffen die Gäste das Zepter. Ein konsequent vorgetragener Angriff über rechts fand Reto Wicki im Zentrum, welcher Dominik Röösli steil in die Tiefe anspielte. Dieser liess dem sich entgegenwerfenden Torwart Cedrice Häfliger, in der 18. Spielminute zum 0:1 nur das Nachsehen.

Lattenknaller von Marti
Die Führung beflügelte die Gäste, welche sich von nun an in der Abwehrreihe der Platzherren Festbiss. Auf Zuspiel von Ernst Heer hämmerte Fabian Marti den Ball an die Lattenunterkante, von wo der Ball ins Spielfeld zurücksprang (28.) Kaum eine Zeigerumdrehung später streifte der Schuss von Jonas Wicki um Zentimeter am Tor vorbei. Die Einzelaktion von Karim Kramer entschärfte Nebikons Keeper Häfliger mit einer Glanzparade und hielt mit Ablauf der ersten halben Stunde seine Farben weiter im Spiel. Die Pausenführung der Gäste ging vollauf in Ordnung, jedoch hätten diese den Sack der Partie bereits zu dieser Zeit schnüren müssen.

Staffelbach nutzte die Gunst der Stunde
Kaum waren die beiden Kontrahenten wieder auf dem Platz mussten sich die Gäste ein erstes Mal mit einem gelbwürdigen Foul gegen die erneut stark aus den Katakomben gestarteten Gastgeber wehren. In der 51. Minute führte ein ähnlicher Freistoss auf der rechten Seite zum Ausgleich. Der Ball von rechts wurde auf die linke Aussenbahn gezogen, wo Mike Iskandar den Ball zur Mitte spielte. Dort sah sich niemand für den Eingewechselten Cedric Staffelbach zuständig. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und Vollstreckte gekonnt zum 1:1. In dieser Spielphase agierte Nebikon wesentlich zielstrebiger, während bei den Wolhusern die Angriffe sehr träge in Gang kamen. Mitte der zweiten Halbzeit bekamen die Gäste das Spiel wiederum besser in den Griff. Ernst Heer und Jonas Wicki scheiterten erneut am Können von Torwart Häfliger. Gegen den Lattenschuss von Daniel Drago stand dem Schlussmann die Torumrandung Pate und verhinderte einen möglichen Rückstand. Die Spannende aber eher auf mässigem Niveau ausgetragene Partie neigte sich einer im Cup drohenden Verlängerung zu. Die Gäste fanden in dieser Phase kein geeignetes Mittel um die Abwehr von Nebikon entscheidend aus den Angeln zu heben.

Cooler Konter zum Erfolg
Blieben die vorgängigen Konterangriffe wegen Abseitsstellungen am Pfiff des Unparteiischen hängen, führte ein solcher kurz vor Spielende doch noch zum Erfolg. Die schnelle links, rechts Kombination düpierte diesmal die Gästeabwehr und erwischte die aufgerückte Abwehrreihe auf dem falschen Fuss. Die Mustergültige Passvorlage von Fabian Schürmann von rechts brauchte Mike Iskandar, auf der linken Strafraumseite heranbrausend nur noch im verwaisten Wolhusertor zu verwerten. Die leuchtenden Zahlen an der Anzeigetafel blinkten im strahlenden Abendhimmel zur Vollmondnacht. Den verdutzten Gästen reichte die Zeit nicht mehr um irgendeine Wende herbeizuführen. Der Schlusspfiff bestätigte das amtliche Resultat, womit die Wiggertaler aus Nebikon in die nächste Cuprunde aufsteigen. Für Wolhusen ist die Cupgeschichte bereits nach dem ersten Auftritt für dieses Jahr geschrieben.

Aderlass der Gruppe 3 Teams
Betrachtet man die erste IFV Cuprunde so ist besonders der Aderlass in der 3. Liga Gruppe 3 markant. Nur gerade die beiden E-Teams Eich und Entlebuch sind in der nächsten Cup Runde mit dabei. Da die „Reserve Teams“ aus Malters, Schötz und Sursee nicht mittun durften, sind bereits zehn der zwölf Teams eliminiert. Dummerweise kassierte der Auftakt Gegner zur Meisterschaft, Triengen ebenfalls eine Cupschlappe und so werden sich die Surentaler sich voll und ganz auf die Meisterschaft konzentrieren. Kein leichtes Unterfangen für die beiden Teamverantwortlichen Heinz Schumacher und Matthias Bürkli, wenn am Samstagabend um 18.00 Uhr Schiedsrichter Artan Mehmeti die Partie zur Saison 2016/2017 freigibt.

SC Nebikon - FC Wolhusen 2:1 (0:1)

Dienstg, 16. August 2016, 20.00 Uhr
Sportplatz Stämpfel, Nebikon
100 Zuschauer

Tore

18. 0:1 Dominik Röösli

51. 1:1 Cedric Staffelbach

88. 2:1 Mike Iskandar

FC Wolhusen

Martin Amhof, Adrian Bachmann, Heinz Schumacher, Ernst Heer, Cyrill Marbacher, Jonas Wicki (88. Angelo Zimmermann), Reto Wicki, Dominik Röösli, Pirmin Birrer (88. Oliver Röösli), Karim Kramer (67. Daniel Drago), Fabian Marti

SC Nebikon

Cedric Häfliger, Kevin Müller ( 88. Martin Hodel), Jan Burri, Michael Steffen, Christian Tschopp, Thomas Schwitter, Simon Leuenberger, Marco Stutz, Jose Filipe Bernardo (67. Maurus Hodel), Mike Iskandar, Christoph Müller (46. Cedric Staffelbach)

Der Wolhuser Torschütze Dominik Röösli am Ball
Cupfight mit Thomas Schwitter rot und Pirmin Birrer blau, beobachtet von Heinz Schumacher und Cyrill Marbacher
Kevin Müller bringt Adrian Bachmann zu Fall
Bernardo Jose rot beschäftigt Reto Wicki und Karim Kramer
Amhof Martin klärt gegen Mike Iskandar