3. Liga
Blindeielf kann doch noch siegen

Von Kurt Schöpfer

Die Tore von Nikson Tomaj und Valmir Hajrullahu sorgten mal wieder für einen Sieg der Blindeielf Die Gäste klammerten sich zu Vorsichtig und verzweifelt an den Strohhalm im Kampf um den Ligaerhalt, vergebens. Mit dem verschossenen Elfmeter an die Latte vergab Hildisrieden die letzte Hoffnung und musste sich den Wolhusern beugen wie einst im März auf Mallorca und nun den Weg in die 4. Liga antreten.

In dieser Partie zweier nicht vom Erfolgsverwöhnter Teams begannen die Gäste zu vorsichtig. Wolhusen seinerseits startete mit dem Vorhaben sich vom „Looser Image“ der letzten Wochen etwas zu befreien. Obwohl sich beide Equipen, so wie der stolze Tabellenführer Altbüron auf der Mittelmeerinsel Mallorca auf diese Rückrunde vorbereiteten, verliefen die Meisterschaftsspiele völlig anders. Für den Wintermeister Wolhusen war der Ligaerhalt schon nach der Vorrunde praktisch Tatsache. Für den Gast aus Hildisrieden bestand nur noch ein kleiner Strohhalm und dieser hiess Sieg. Diesem Vorhaben setzte Nikson Tomaj in der 11. Minute mit dem Führungstreffer einen ersten Dämpfer auf. Er verwertete die erste Torchance auf Eckballflanke von Jonas Wicki per Kopf im Gehäuse von Roman Feer. Mit der Führung im Rücken versuchten die Platzherren mit Distanzschüssen die Führung auszubauen. Die Versuche von Christoph Wicki und Adrian Bachmann scheiterten äusserst knapp, oder die Abschlüsse wurden wie jener von Elias Häfliger in der 22. Minute vom Gästetorwart entschärft. Die Vorarbeit zu diesen Szenen leistete vielfach Spielertrainer Heinz Schumacher, welcher durch die Abwesenheit der Brunner Brothers Daniel und Alain, sowie dem Verletzungsbedingten Ausfall von Claudio Imfeld ins Abwehrzentrum wechselte. Die Gäste blieben mit der Angst im Nacken eher Harmlos und verunsichert. Kurz vor der Pause stürmte Severin Emmenegger alleine auf Torwart Martin Amhof zu. Dabei kam der Gästeangreifer zu Fall. In den Augen von Schiedsrichter Riebli war dies aber eine Schwalbe und so bestrafte er den Übeltäter mit Gelb. Auf Wolhuserseite verpasste Fabian Marti den Führungsausbau auf Vorarbeit von Elias Häfliger mit einem Foul und setzte damit einen Schlusspunkt unter einen aus Sicht der Gäste eher harmloseren Spielabschnitt.

Doppelwechsel brachte nochmals Schwung
Das Team von Trainer Viktor Vrhovac versuchte mit dem Doppelwechsel von Raffael Ruckli und Stefan Aebischer dem Spiel einen entscheidenden Umschwung zu geben. Fabian Burri verpasste jedoch in den Startminuten den Ausgleich auf Vorarbeit von Lukas Bucher. Der eingewechselte Raffael Ruckli segelte ebenfalls durch den Strafraum aber ohne entscheidend zu reüssieren. Gastgeber Wolhusen hoffte die offensivere Spielweise von Hildisrieden mit Kontern zu beantworten. Der Schuss von Jonas Wicki wurde aber eine sichere Beute von Torwart Roman Feer, welcher mit seinen Aktionen die Gäste weiterhin im Spiel zu halten vermochte. Mit Ablauf der Spielstunde verpasste Severin Emmenegger in einer seiner letzten Aktionen den Ausgleich. Mit Wechseln hüben wie drüben versuchten die Teamverantwortlichen neue Impulse zu setzen. Mit der Einwechslung von Valmir Hajrullahu gelang den Gastgebern der entscheidende Schritt. Der Goalgetter der Vorrunde verwertete zum Auftakt der Schlussphase seine Chance in der 73. Minute zum 2:0. Die Gäste blieben weiterhin bemüht, aber in Strafraumnähe ging ihnen irgendwie das Latein aus. Die Hohen Bälle vor das Tor von Martin Amhof vermochten diesen nicht zu beunruhigen und wurden stets aus der Luft gepflückt und Pässe in den Schnittpunkt spedierte der Wolhuser Schlussmann stets postwenden aus dem Strafraum.

Elfmeter an die Latte
Kurz vor Spielende lies sich die Wolhuserabwehr für einmal überlaufen. Die Intervention von Martin Amhof in die Füsse von Raffael Ruckli taxierte der sehr gut arbitierende Schiedsrichter Armin Riebli zu recht mit einem Strafstoss und der gelben Karte an die Adresse des Wolhuser Schlussmanns. Gast Hildisrieden bot sich so die allerletzte Chance um noch einen Punkt ergattern zu können. Typisch für den Verlauf der verkorksten Saison, setzte Marcell Wicki mit einem wuchtigen Schuss den Elfmeter an die Latte. Mit dem Schlusspfiff wenige Momente später erfolgte durch den Unparteiischen, das Löschen der 3. Liga Lichter, bei den Gästen aus Hildisrieden. Wolhusen seinerseits vermochte sich bei seinen Fans für den harzigen Rückrundenverlauf etwas zu rehabilitieren. Es bleibt aber immer noch die Tatsache, dass mehr Spiel als Punkte, in der Rückrunde, zu sehen waren. Um etwas daran zu ändern bietet sich am kommenden Wochenende das Derby in Entlebuch. Da es für beide Teams im Hinblick auf die Meisterschaft um nicht mehr als die Lorbeeren geht, wird einzig und alleine das Prestige in diesem direkten Duell zählen.

FC Wolhusen - FC Hildisrieder SV 2:0 (1:0)

Samstag, 21. Mai 2016, 18.00 Uhr
Blindei, Wolhusen
130 Zuschauer

Tore

11. 1:0 Nikson Tomaj

73. 2:0 Valmir Hajrullahu

FC Wolhusen

Martin Amhof, Adrian Bachmann, Elias Häfliger (61. Valmir Hjrullhau), Claudio Imfeld (36. Roland Burri) Ernst Heer, Christoph Wicki, Heinz Schumacher, Reto Wicki, Jonas Wicki, Nikson Tomaj, Fabian Marti (83. Oliver Röösli)

Hildisrieder SV

Roman Feer, André Elmiger (46. Raffael Ruckli), James Ineichen, Silvan Ineichen, Fabian Burri, Lukas Bucher, Sascha Rast (46. Stefan Aebischer), Lukas Frischkopf, Severin Emmenegger (68. Raymond Wicki), Adrian Ineichen, Marcell Wicki

Heinz Schumacher wehrt sich gegen Andre Elmiger
Martin Amhof wirft sich Raffael Ruckli in die Füsse
Adrian Bachmann beobachtet wie der Gegner durch die Luft segelt