3. Liga
Wolhusen spielte, Dagmersellen siegte

Von Kurt Schöpfer

Diesmal behielten wiederum die Gäste das bessere Ende für sich. Während in der Vorrunde Heinz Schumacher in der 95. Minute den Sieg aus dem Wiggertal entführte, ritten nun diesmal die Mannen von Trainer Roger Stammbach die Retourkutsche und nahmen durch das Joker Tor von Diego Lang in der Schlussminute den Sieg nach Hause. Über das ganze Spiel gesehen waren die Platzherren im leichten Chancenplus, Gast Dagmersellen wechselte aber mit den Jokern Fabian Ukaj und Diego Lang den Sieg ein.

Die Weiterverpflichtung von Spielertrainer Heinz Schumacher sorgte, aus Wolhusersicht, für den Lichtblick im Verlaufe der Woche. Die Spieler versuchten die Zusage mit einer Parforceleistung zu danken. Der enorme Wille der Platzherren führte dazu, dass Schiedsrichter Roman Odermatt die Platzherren beim Anspiel von Gast Dagmersellen nochmals zurück pfeifen musste. Wolhusen stürmte bereits beim Anpfiff in die gegnerische Platzhälfte ehe diese den Anstoss richtig ausführten. Die Szene verdeutlichte jedoch den Siegeswillen der Einheimischen, welche mit einem satten Schuss, Lars Burri am rechten Torpfosten auf die Probe stellten (10.). Wenig später setzte Nixon Tomaj per Kopf die mögliche Führung über die Latte. Dem wachsamen Auge von Odermatt war zum Glück in der 15. Minute die Abseitsstellung von Dagemersellen nicht entgangen und so fand der Treffer von André Antoni Alves Costa keine Anerkennung.

Fabian Marti verwertete Schumacher Freistoss
Der weiterverpflichtete Wolhuser Trainer, spielte als Abwehrchef eine zentrale Rolle und trat in der Offensive mit Freistössen immer wieder in Erscheinung. So in der 19. Minute, als er den Freistossball vors Gäste Tor spielte, diese jedoch nur ungenügend abwehrte und Fabian Marti sich mit dem 1:0 für die Nachlässigkeit bedankte. Die Wolhuser durften sich bei Torwart David Wicki bedanken, dass dieser Reflexschnell einen Schuss von Mathieu Ineichen, mit der Faust über die Latte lenkte. Die anschliessende Ecke brachte Michael Peter in Abschlussposition ohne dass der Akteur Reüssierte. Das einsteigen von Roland Burri gegen Mathieu Ineichen taxierte der Unparteiische als zu Regelwidrig und verhängte den fälligen Penalty und zückte die Gelbe Karte an die Adresse des Übeltäters. Der Gäste Captain Michael Peter liess sich nicht zweimal bitten und verwertete sicher zum 1:1 (27.) Ausgleich. In der Folge führten die Wolhuser zwar die bessere Klinge, die Gäste jedoch fuhren da eine Art Retourkutsche zum Vorrundenspiel, am Resultat änderte sich jedoch bis zum Halbzeitpfiff nichts. Der Wolkenbruch kurz vor Spielbeginn führte zu einem glitschig Nassen Terrain und liess die Zuschauer lieber zu Hause verweilen. Es bildeten sich deshalb keine grösseren Warteschlangen vor dem Grillstand von Kobi Baumeler, sowie Marlies und Eugen Felder.

Hechtkopfball vom Feinsten
Rechtzeitig an den Spielfeldrand zurückgekehrt sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer das Solo von Nikson Tomaj, welcher an der Qualität, von Gästetorwart Lars Burri scheiterte. Die „wetterfesten“ Zuseher wurden wenig später für ihren Entscheid, dem Spiel live beizuwohnen, mit einem Super Tor entschädigt. Captain Christoph Wicki verwertete eine links Flanke von Bruder Reto Wicki, mit einem spektakulären Hechtkopfball, sicher zur 2:1 (54.) Führung. In der Folge verpassten es die Einheimischen den Vorsprung sicher zu verwalten. Gast Dagmersellen steckte nicht auf und gab seinem Spiel durch die Einwechslung von Fabian Ukaj neuen Schwung. Dieser entwischte Mitte der zweiten Halbzeit der Wolhuser Abwehr und markierte, alleine vor David Wicki sicher den 2:2 (69.) Ausgleich. Wolhusens Keeper war nur wenige Zeiger Umdrehungen später zur Stelle und parierte die Chance von Pascal Schwizer. Die Schlussphase der Partie war in vollem Gange als es Valmir Hajrullahu mit einer Direktabnahme auf Vorarbeit von Reto Wicki versuchte. Dem Wolhuser Joker war der Torerfolg nicht vergönnt, dafür war das Glück den Wiggertalern hold. Der kurz zuvor eingewechselte Diego Lang sorgte für „Lange“ Gesichter bei den Gastgebern als er in der Schlussminute der Schumacher/Hofstetter Elf den verdienten Punkt ins Wiggertal entriss. Passend zum Verlauf der Rückrunde endete dieses Spiel zu Gunsten des Kontrahenten, obwohl die Wolhuser eine kämpferisch einwandfreie Partie boten. Gästetrainer Roger Stammbach bewies für einmal ein goldiges Händchen. Seine beiden eigewechselten Spieler stachen und wendeten das Blatt zu Gunsten der Wiggertaler. Daran vermochte Wolhusens Oliver Röösli mit seinem Schlusspunkt setzenden Schuss in der Nachspielzeit nichts mehr zu ändern. Die Retourkutsche der Gäste war gelungen und die Rehabilitation für die bittere Vorrundenniederlage geglückt.

Im Derby sind sicher Punkte zu verteilen
Am kommenden Samstagabend steigt um 18.00 Uhr das Derby auf dem Moosmättili Rasen in Schüpfheim. Das Team von Trainer Franz Gaisberger musste in Emmenbrücke ebenfalls Federn lassen. Der Positive Aspekt dieser Affiche ist, dass es wenigstens für eines der beiden Teams der Region Punkte gibt. Bei einem Remis wird es für beide je einen Punkt absetzen, was wohl ein „Treten“ an Ort bedeutet und für beide Teams weder Fisch noch Vogel ist.

FC Wolhusen - FC Dagmersellen 2:3 (1:1)

Samstag, 30. April 2016, 18.00 Uhr
Blindei, Wolhusen
90 Zuschauer

Tore

19. 1:0 Fabian Marti

27. 1:1 Michael Peter (Foulpenalty)

54. 2:1 Christoph Wicki

69. 2:2 Fabian Ukaj

90. 2:3 Diego Lang

FC Wolhusen

David Wicki, Adrian Bachmann, Ernst Heer, Cyrill Marbacher, Heinz Schumacher, Roland Burri (67. Angelo Zimmermann), Alain Brunner, Reto Wicki, Fabian Marti (74. Valmir Hajrullahu), Christoph Wicki, Nikson Tomaj (79. Oliver Röösli)

FC Dagmersellen

Lars Burri, Roger Lörch, Roman Steinger, Noah Tschopp (46. Pascal Schwizer), Raphael Taudien, Ineichen Mathieu, Michael Peter, Deninis Amstutz (85. Diego Lang). Sandro Lerch, André Antonio Alves Costa (58. Fabian Ukaj), David Bernet

Antonio Alves Costa beobachtet Heinz Schumacher, während sich Michael Peter in den Ball wirft
Dagmersellen nimmt Nikson Tomaj in die Zange
Cyrill Marbacher und Antonio Alves Costa im Zweikampf
David Wicki pariert gegen Mathieu Ineichen, beobachtet von Heinz Schumacher