3. Liga
Kiste war knapper als Resultat vermuten lässt

Von Kurt Schöpfer

Das Derby fand mit Wolhusen den richtigen, aber Resultatmässig, den zu hohen Sieger. Malters hielt spielerisch dagegen, Verwertete in den Entscheiden Phasen ihre Möglichkeiten nicht. Zweimal Hajrullahu und Imfeld, dazu Wicki Christoph sorgten für die Tore. Wolhusen bleibt mit diesem Erfolg weiterhin an der Spitze dran, während Mal-ters weiterhin im Tabellenkeller darben muss.

Flugshow von Amhof
Im Vorfeld der Partie durften die Platzherren das Derby mit einiger Spannung erwarten. Die Gäste aus Malters sind als Partnerteam zum Duell gerne willkommen. Viele Spieler kennen sich schliesslich aus gemeinsamen Spielgemeinschaftszeiten oder es kommt zu „Bruderduellen“ wie bei den Imfeld oder Hofstetter Brothers. Es erstaunte nicht, dass in den Startminuten die Gäste zwei gute Möglichkeiten besassen, besonders jene von Kevin Küng in der Startminute war nicht von schlechten Eltern. In der Startphase besassen zudem Festim Neziri und Silvan Ruffieux Chancen für eine Gästeführung. Augenblicke später umspielte Valmir Hajrullahu den Gästetorwart Christoph Keller, kam kurz aus dem Tritt und verpasste das leere Tor um Zentimeter. Die Gäste hielten spielerisch gut mit und waren ab und zu nur durch kleinere Fouls zu stoppen. Wie jene Szene als Benjamin Fluder von Claudio Imfeld der „Schuh“ ausgezogen wurde. Der Freistoss von Festim Neziri wurde zur Flugshoweinlage von Martin Amhof, welcher auf Spektakuläre Art und Weise den Ball um den Pfosten lenkte. Statt der Führung der Gäste kam es Augenblicke später zur Führung der Einheimischen. Alain Brunner spielte den Ball uneigennützig, mit einem idealen Pass am Strafraum quer zu Vlamir Hajrullahu, welcher Zentralstehend den Ball, mit rechts, links unten tief im Malterser Tor einschob. Das 1:0 war viel umjubelt und genau nach dem Gusto der Wolhuser Verantwortlichen. Einem Rückstand gegen die Gäste aus Malters nachrennen wäre das schlimmste Szenario gewesen. Dank der tollen Parade von Amhof und dem siebten Saisontor von Hajrullahu verlief die Partie bisher nach Wunsch der Platzherren. Zumal Malters seine Chancen weiterhin nicht zu nutzen vermochte. Neziris Schuss in der 33. Minute musste Martin Amhof im Nachfassen parieren. Statt dem Ausgleich führte ein weiterer Freistoss indirekt zum Resultatausbau. Heinz Schumacher zirkelte den Freistossball in Richtung erstem Pfosten am Fünfmeterraum. Dort erreichte Alain Brunner als erster das Leder. Der um Sekundenbruchteile zu spät kommende Torwart Christoph Keller rammte Alain Brunner zu Boden. Der auf der Höhe stehende Unparteiische Joel Kauert zeigte sofort zum Elfmeterpunkt. Claudio Imfeld verwertete sicher und brachte in der 34. Minute die Wolhuser 2:0 in Front, mit dessen Spielstand die Seiten wechselten.

Faires aber hartes Derby
Die Zweikämpfe wurden hart, aber Fair ausgetragen. Der Turban am Kopf von Adrian Bachmann zeugte in den Anfängen der zweiten Halbzeit von einem dieser Duelle. Als Silvan Ruffieux in der 50. Minute das Leder knapp am Tor von Amhof vorbeispielte, besassen die Einheimischen das Glück des Tüchtigen. Es ereigneten sich ähnliche Minuten wie in der letzten Partie in Schötz, als eine Zweitorführung verspielt wurde. Diesmal scheiterte Kapitän Christoph Wicki am Pfosten. Dem gleichen Spieler war es vergönnt, seine gute Leistung mit dem 3:0 in der 63. Minute zu krönen. Sein Lobball über Christoph Keller benötigte aber eine rechte Parabel um den langen Keeper zu überwinden. Mit diesem Tor nach gut einer Spielstunde war die Partie vorentschieden. Die Aufopfernd kämpfenden Malterser verpassten aber ihre Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. So passierte es zum Auftakt der Schlussphase, dass die Intervention von Livio Imfeld an der Strafraumgrenze, mit einem Strafstoss geahndet wurde. Sein Bruder Claudio übernahm die Ausführung und brachte Wolhusen mit 4:0 in Führung (74.) In der Folge waren die Karten verteilt und Wolhusen liess die Zügel etwas gar aus den Händen gleiten. Zum Glück stand Martin Amhof mit seiner Routine zwischen den Pfosten der Blindei-Elf. Ab und zu benötigte auch er das nötige Fortune. Bei den Schüssen der Gästestürmer war das Visier teilweise schlecht sistiert. Kurz vor der Eröffnung der Jagdsaison kann so nicht auf Punktejagt gegangen werden. Anders das Gefühl bei den Einheimischen, welche den Slogan des Hauptsponsors Fitness Connection „Fühl dich Gut“ in die Tat umsetzen. Der Ball von Angelo Zimmermann für Valmir Hajrullahu gedachte Querpass wurde von der Malteser Abwehr via Fussspitze und Pfosten zur Optimalen Vorlage ohne Abwehrchance für den Gästekeeper. Mit seinem achten Saisontreffer besiegelte, der zur zeitige Wolhuser Goalgetter das Schicksal der Gäste. Malters wurden mit dem 5:0 in dieser Partie aber Eindeutig unter Wert geschlagen. Aus Wolhusersicht läuft es im Moment ausgezeichnet. Die tolle Form kann am Dienstagabend im Cupspiel gegen den Zweitligisten Perlen Buchrain unter Beweis gestellt werden. Die Luzerner Vorörtler besiegten, im Spitzenspiel den Leader Stans auswärts mit 3:4. Spielbeginn ist um 20.00 Uhr auf der Blindei. „Fühl dich Gut“ ist mit Siegen einfacher zu geniessen und so wird am kommenden Samstag in Dagmersellen die nächste 3. Liga Partie zum weiteren Prüfstein für das Team von Heinz Schumacher und Miguel Hofstetter.

FC Wolhusen - FC Malters II 5:0 (2:0)

Samstag, 26. September 2015, 18.00 Uhr
Sportanlage Blindei, Wolhusen
200 Zuschauer

Tore

22. 1:0 Valmir Hajrullahu

34. 2:0 Claudio Imfeld (Penalty)

63. 3:0 Christoph Wicki

74. 4:0 Claudio Imfeld (Penalty)

90. 5:0 Valmir Hajrullahu

FC Wolhusen

Martin Amhof, Claudio Imfeld, Adrian Bachmann, Roland Burri, Ernst Heer, Jonas Wicki (74. Karim Kramer), Alain Brunner (78. Nikoll Prenka), Heinz Schumacher, Christoph Wicki (85. Cyrill Marbacher), Angelo Zimmermann, Valmir Hajrullahu

FC Malters II

Christoph Keller, Roman Brun, Reto Bachmann, Livio Imfeld, Festim Neziri (87. Arsim Selimi), Markus Lustenberger, Massimo Stofer (72. Sandro Niederberger), Daniel Ruffieux, Benjamin Fluder, Silvan Ruffieux (82. Andre Albisser), Kevin Küng

Benjamin Fluder flog aus dem Schuh
Goalgetter Valmir Hajrullahu ist von Livio Imfeld nicht zu stoppen